
Am Platz des Siegesdenkmales hatte man 1917 mit dem Bau eines österreichischen Kaiserjäger Denkmales begonnen, welches jedoch bis zum Kriegsende nicht fertig gestellt wurde. (Reste des Kaiserjägerdenkmals befinden sich heute neben der Andreas Hofer Statue am Bergisl in Innsbruck).
Der Rohbau wurde von den Faschisten weggesprengt und an derselben Stelle das Siegesdenkmal errichtet, das den Auftakt der faschistischen Baupolitik in Bozen darstellt.
Das Siegesdenkmal ist ein überdimensionaler Triumphbogen (20,5 m hoch, 19 m breit und 8 m tief), der von 14 Säulen getragen wird, die die Form von Liktorenbündeln haben (Machtinsignien des faschistischen Regimes). Die Äxte ersetzen dabei die Kapitelle der Säulen.
An der Attikazone der Fassade, die der Altstadt zugewandt ist, befindet sich die lateinische Inschrift: HIC PATRIAE FINES SISTE SIGNA HINC CETEROS EXCOLVIMVS LINGVA LEGIBVS ARTIBVS ( Übersetzung: Hier an der Grenze des Vaterlandes, setzt das Zeichen. Von hier lehrten wir den Übrigen Sprache, Gesetz und Kunst).
Ebenso befindet sich dort die von Arturo Dazzi geschaffene ?Vittoria Sagittaria?, die ihren Pfeil gegen Norden, als Warnung an Österreich abschießt.
Gewidmet ist das Siegesdenkmal den italienischen ?Märtyrern? des 1.Weltkrieges und allen voran Cesare Battisti (der sich jedoch selbst nie für die Brennergrenze ausgesprochen hat).
Unter dem Siegesdenkmal befindet sich ein Krypta, in der sich eine Urne, mit der Erde des Hinrichtungsortes der ?Märtyrer? befindet.
Erbaut: 1926 – 1928
Entwurf: Marcello Piacentini
Eingeweiht: 12. Juli 1928
Schlagworte: 12. Juli 1928, Brennergrenze, Faschisten, Kaiserjäger, Kaiserjägerdenkmal, Marcello Piacentini, Siegesdenkmal
13. August 2008 um 9:36 |
Oh, finalmente un argomento nuovo. Se ne sentiva il bisogno.
14. August 2008 um 7:43 |
Wieviele Posts willst Du noch dem Siegesdenkmal widmen?
Haben wir nicht schon ausgiebig an anderer Stelle darüber gesprochen?
14. August 2008 um 9:56 |
@Matteo
Ich werde sooooo lang darüber berichten, bis ganz Europa informiert ist und das Denkmal geschliffen wird. Die Welt soll ruhig wissen, dass In der Mitte Europas ein faschistisches Denkmal steht.
14. August 2008 um 10:06 |
@Lorenz
Mal ganz im ernst: Meinst du nicht, daß in solch einem Fall etwas ganz anderes angebracht wäre?
Wie wäre es mit einer Unterschriftensammlung und eine Klage auf europäische Ebene?
Ich würde mich 150%ig daran beteiligen.
14. August 2008 um 10:35 |
Man sollte vielleicht am besten dieses Denmal des Faschismus in einer reifen Demokratie völlig zerlegen und den heutigen ideologischen Verwaltern des Duce-Faschismus nach Italien per Sonderzug zurückschicken.
14. August 2008 um 10:52 |
@Matteo
Unterschriftensammlung und eine Klage auf europäische Ebene… das klingt mal ganz gut.. danke!
werde mich darum kümmern!
14. August 2008 um 11:01 |
@Lorenz
Das dauert zwar seine Zeit, aber man kann sich ja schonmal an diverse Instanzen wenden: Europäisches Parlament, Europarat, etc.
Dann sollte man aber auch die Courage haben zuzugeben, daß damals zahlreiche Südtiroler mit den nazis gemeinsame Sache gemacht haben.