Tibet, geheimnisvolles Dach der Welt, Sitz erleuchteter Mönche — nur einer legt sich quer: Gendun Choephel heisst der streitbare Mönch, der sich 1934 vom klösterlichen Leben abwendet und in die Moderne aufbricht. Er ist ein Rebell, der die Gemüter der tibetischen Obrigkeit erhitzt. Ein reinkarnierter Lama, der auch die Frauen und den Alkohol liebt. Ein Freigeist, der seiner Zeit weit voraus ist und heute zu einem Hoffnungsträger für ein freies Tibet geworden ist.
Die cineastische Zeitreise nimmt die Lebensgeschichte dieses unorthodoxen Mönchs zum Anlass, um ein Bild von Tibet aufzudecken, das gängigen Klischees zuwiderläuft. Zahlreiche verblüffende und seltene historische Aufnahmen werden hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Elegant und überraschend verwebt der Film Damals und Heute: Archivbilder von prächtigen Karawanen und Klöstern wechseln sich ab mit Szenen von Discos und Bildern von mehrspurigen Schnellstrassen in Lhasa, wo Pilger sich niederwerfen, um ihr Heiligtum zu umrunden.
ANGRY MONK gibt einen aktuellen und faszinierenden Einblick in ein Land, dessen schicksalhafte Vergangenheit sich im heutigen Alltag — vielfältig und widersprüchlich — spiegelt.
Das Roadmovie erzählt von einem, der auf ausgedehnten Reisen nach etwas sucht, was das alte Tibet aus seiner Erstarrung lösen könnte. Der Querdenker Gendun Choephel bleibt stets offen für das Neue. Er ist fremd in der Heimat und heimatlos in der Fremde — ein Wanderer zwischen den Welten.
http://www.angrymonkthefilm.ch/
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Schlagworte: ANGRY MONK, freies Tibet, Gendun Choephel, Mönch, Rebell, reinkarnierter Lama

14. Juli 2008 um 8:17 |
Ich habe den Film gestern gesehen….. jetzt verstehen ich auch die Chinesen und Ihre Politik in Tibet……. das Land Tibet war so extrem rückständigt und mußte befreit werden. Im Mittelalter waren es die Tibeter, die die Chinesen verfolgten und massakrierten und mit Gewalt assimilierten, bis es einen kulturellen Stillstand in Tibet gab. Wenn die Chinesen das Land nicht “befreit” hätten , wäre Tibet implodiert.
Leider haben es die Chinesen nicht verstanden, den Tibertern eine Autonomie zu geben – der jetzige Zustand ist auch nicht der beste….
14. Juli 2008 um 9:01 |
Hm… ich habe den Film nicht gesehen, vielleicht fehlt mir da die erleuchtende Erkenntnis…
Aber “befreit” haben die Chinesen Tibet ganz sicher nicht. Außer wenn du unter “Befreiung” das Abschlachten von Menschen und die Zerstörung von Kulturgütern meinst.
Und “die Chinesen” ist auch problematisch: Es waren die Kommunisten. Alle Chinesen sind nämlich keine Kommunisten und auch kein Fan von Kulturrevolutionen a la Mao.
Und zum Thema “Rückschrittlichkeit”: Könntest du genauso auf 1809 anwenden… Was ist “Fortschritt”?! Die Industrialisierung? Ein Fortschritt, der unsere Welt kaputtmacht.
14. Juli 2008 um 9:11 |
Wa für ein Schwachsinn!!! Allein der Rechtfertigungsversuch des Genozids in Tibet zeugt in unseren Breiten von einer tief sitzenden totalitären oder latent faschistoiden Gesinnung. Die Geschichte kann man nicht aus demokratischer Sicht auf diese Art und Weise umschreiben, die Tatsachen sprechen für sich allein in einem Land zwischen China und Indien, wo weit über eine Million Tibeter das Leben in diesem ungleichen “Kampf” eines friedvollen Bergvolkes mit bis an die Zähne bewaffneten und äußerst aggressiven Rot-Chinesen mit ihrer heute pseudo-kommunistischen totalitären Wahnideologie, in den letzten 60 Jahren das Leben verloren haben, wo Hundertausende flüchten mussten, wo man diesem faszinierenden Volk am Dach der Welt so ziemlich alles an Rechten genommen hat, was man einem Volk nur nehmen kann als Macht der Fremdbestimmung der brutalsten Sorte! Wenn man dieser Argumentation folgen wollte, würde das bedeuten, dass jedes Land dieser Welt das Recht hätte, die Nachbarn zu überfallen, zu besetzen, zu annektieren, diesem Volk alle Rechte zu nehmen, zu versuchen es mit brutalsten Methoden mit Folter Mord und Todschlag es umzuerziehen und zu versuchen alles dort umzukrempeln, damit dieses Land seine Identität verliert und so wird wie das Land des Aggressors, und das alles “nur”, wenn dieses Land scheinbar Probleme mit sich selbst hätte. Na dann, Gute Nacht Stiefelstaat. Nicht einmal für den Konflikt im Irak trifft das zu, genauso wenig in Afghanistan, Vietnam oder wenn man tiefer in der Geschichte graben wollte, würde man genug andere Beispiele auch aus Italia und Germania vor 1945 finden. All diese verbrecherischen Versuche der “Welteroberung” sind früher oder später gescheitert.
14. Juli 2008 um 11:42 |
Tipp für alle:
Unbedingt den Film anschauen…… zeigt Tibet wie es wirklich war und wie es (leider) jetzt ist…
Free Tibet!
14. Juni 2009 um 11:20 |
Eben habe ich im Fernsehen die hervorragende Documentation über den Angry Monk Gendun Choephal gesehen, die mich vollkommen überrascht hat-. Bisher war mein Tibetbild von geistigen Lehrern wie Sogyal Rinpoche geprägt. Es war. wie ich jetzt einsehen muß, idealisiert. Der Film jedoch präsentiert einen Typus, von dem ich dachte, daß es ihn in Tibet nicht gab und nicht gibt, den Typus des unruhigen Rebellen, wie ihn im Westen beispielsweise Rimbaud verkörperte. Gendun Choeühal übersetzte das Kamasutra ins Tibetische. griff die verknöcherten Rituale seiner Glaubensbrüder an – kein Wunder, daß die Werke dieses Dichters nicht auf den Büchertischen der für Tibet werbenden Lamas zu finden waren.