Val d’Aosta, la Waterloo del francese
Gli indottrinamenti forzati non pagano perché non creano amore bensì ripulsa
Aosta, 27 aprile 2008. Caro Direttore, in questa regione di pseudo-omologati dalle ipocrisie etnolinguistiche ben vengano, sulla scuola valdostana, le verità di Eva Klotz, saggiamente documentata da Etienne Andrione.
Una Nazione, nella fattispecie la nostra Italia, è tanto più viva quanto maggiore la sua sensibilità verso il multiforme dispiegarsi di specificità nel suo territorio. Ovviamente il riferimento è alle specificità reali, che scaturiscono dalle libere scelte personali, non certo alle finzioni carnevalesche, imposte con metodologia fondamentalista, da cui scaturisce solo materia prima affinché chi non ama la Valle d’Aosta trovi supporto per accreditare a chi non la conosce la barzelletta di una regione dagli abitanti accomunati da un cuore francofilo e una bocca francofona.
E’ di solare evidenza la Waterloo del francese in Valle: imposto a scuola come il foraggio agli armenti è totalmente scomparso nel quotidiano locale (oltreché di peso sempre più ridotto all’estero). Gli indottrinamenti forzati non pagano perché non creano amore bensì ripulsa verso ciò che si vorrebbe inculcare con la forza. Ma in regione ci sono persone che amano il francese e lo vorrebbero veder trattato non come strumento funzionale a un’ideologia localistica tanto illiberale quanto medioevale, ma per quello che è : una lingua espressione di una cultura cui qualche cuore e qualche bocca vorrebbe indirizzarsi senza per questo dover essere strumento per intrugli politici.
Etienne Andrione ed Eva Klotz riaffermano, con la critica alla scuola valdostana, la bontà della scuola totalmente francofona a fianco di quella tradizionale, che ritengo debba essere ridisegnata in base al democratico principio delle libere scelte linguistiche personali che nulla tolgono a nessuno relativamente alla formazione della cultura desiderata. La scuola totalmente francofona sarebbe un’opportunità in più per studiare la lingua francese: in modo standard nella scuola tradizionale per chi la vuol far entrare nel suo curriculum, in modo rafforzato in quella cui fanno democratico riferimento Andrione e Klotz .
L’ostacolo? L’integralismo unionista, che ben intuisce il ridotto numero di opzioni per il francese in una scuola tradizionale ridisegnata secondo criteri liberali nonché il non affollamento della scuola totalmente francofona (ma il numero non è potenza e nel nostro caso sarebbe l’indice sincero e non propagandistico della spinta verso tale lingua); come dire che l’UV vedrebbe debellata la finzione del francese quale patrimonio condiviso in regione. Ma le persone non sono armenti ed è giusto si scelgano il nutrimento culturale in linea col loro Dna. E’ quindi pietoso sia l’opporsi rossonero alla scuola francofona, sia l’allineamento da parte di gregari, aspiranti gregari azzurri, fuoriusciti dall’Uv e loro alleati (questi ultimi gli unici con una dignitosa criticità).
E’ incredibile che una doverosa istanza liberale in Valle , finalizzata al mantenimento effettivo di una specificità linguistica importante , sia evidenziata dall’altoatesina Eva Klotz e non dagli unionisti, da Etienne Andrione e non dall’inaggettivabile Popolo della Libertà valdostano. Incredibile ma comprensibile.
Purtroppo.
Giancarlo Borluzzi - Aosta
trentinolibero
Schlagworte: Aostatal, Etienne Andrione, Eva Klotz, Giancarlo Borluzzi, Val d'Aosta

Mai 16, 2008 um 6:17 Uhr nachmittags
Lorenz,
Der ständige Vergleich zw. Aosta und Südtirol ist wie der Vergleich zw. Äpfel und Birnen.
Das Aostatal war schon immer Teil eines italienischen Staates und war nie Teil Frankreichs.
Die langsame Italianisierung Aostas begann schon im 19. Jahrhundert, nach der Einigung Italiens.
In den Tälern wird heute noch das Patois gesprochen, weiss ich aus Erfahrung, und in Aosta wird mehrheitlich italienisch gesprochen, aufgrund der hohen zahl an Italiener, die in den letzten 150 Jahren dort eingewandert sind, was auch dem Genpol der Aostaner gut getan hat.
Fürderhin ist es leichter, daß eine romanischsprechende Minderheit in einem mehrheitlich romanischsprechenden Staat assimiliert.
Nizza, die Geburtsstadt Garibaldis, war vor 150 Jahren eine rein italienisch-ligurische Stadt und heute ist es eine französischsprechende Stadt wie alle anderen französischen Städte auch.
Südtirol gehört zu Italien erst seit 1919 und hat auch vorher nie einem der italienischen Kleinstaaten angehört, nichtmal dem österreichischen Regno Lombardo-Veneto.
Die gemischtsprachige Schule in den ladinischen Tälern sollte doch eigentlich beweisen, daß es keinen Grund gibt, um den Verlust der eigenen Identität zu bangen gibt.
Oder wo siehst Du die potentielle Gefahr?
P.S.
Bezüglich Vallée d’ Aoste, empfehle ich Dir, Dir die Postings von Olasz auf segnavia mal durchzulesen, er hat es viel ausführlicher und sachlicher geschrieben als ich.
Mai 16, 2008 um 7:06 Uhr nachmittags
Die gemischtsprachige Schule in den ladinischen Tälern sollte doch eigentlich beweisen, daß es keinen Grund gibt, um den Verlust der eigenen Identität zu bangen gibt.
Fahr mal nach St. Ulrich in Gröden, da hat man vor 50 Jahren 100% Ladinisch gesprochen, jetzt sprechen 82,3 % ladinisch. So einfach wie Ihr es immer mit den gemischtsprachigen Schulen bringt ist es nicht. Kastelruth hatte vor 50 Jahren 30% Ladiner, jetzt sind es nur noch 15%. Lajen hatte vor 50 Jahren 20% Ladiner, jetzt nur noch 3,8%.
was auch dem Genpol der Aostaner gut getan hat……
Hat uns Tirolern das ital. Genpol auch gut getan….
Wenn ich mir das so genauer durchdenke, dann muß ich sagen ja. Die meisten der Freiheitskämpfer hatte ital. Vorfahren - Fontana ecc. Viele echte Tiroler hatten ital. Vorfahren - Magnago, Amonn, Albert von Trentini, Max Valier, Klaus Dibiasi, Joachim Dalsass, Eduard Reut-Nicolussi, Milo Manara, Franz Tavella, Peter Martell, Bettina Galvagni, Josef Duile, ecc.
Vieleicht ist gerade dass die “Tiroler Identitäten”
Mai 17, 2008 um 9:13 Uhr vormittags
In Deiner Aufzählung hast Du Hans Clementi, Angela Nikoletti und Dr. Josef Ferrari vergessen
In Lajen waren vor 50 Jahre 20% Ladine? INteressant! Hast Du Quellen diesbezüglich?
Der Rückgang der Prozentzahl der Ladiner in Gröden könnte vielleicht auch daran liegen, daß früher viele aus den Tälern ausgewandert sind und sich später, als die Lokalitäten durch den Tourismus boomten, neue Bewohner angesiedelt haben, aber das ist jetzt eine Theorie von mir, ohne jeglichen wissenschaftlichen Anspruch.
Eigentlich beruhen die Zahlen auch auf den censimento etnico. Mich würde z.Bsp. interessieren, wie viele Südtiroler Ladinisch im Alltag sprechen, wie viele es als zweite Sprache sprechen.
Und es gibt ja auch knapp 1000 Ladiner in Bulsan, laut Bücher zur Geschichte der Stadt Bozen sollen sie in den letzten 6 Jahrzehnten aus den Tälern in die Stadt eingewandert sein, um dort Arbeit zu finden.
Auf jeden Fall hat aber Aosta ein ganz anderes Verhältnis zu Italien als Südtirol: Aosta hat sämtliche Entwicklungen der italienischen Geschichte mitgemacht, Südtirol nur die der letzten 90 Jahre.
Auf Segnavia hattest Du den Schwund der nationalen Minderheiten in Italien angesprochen: Die Kroaten in Molise und an der südlichen Adira-Küste hatten nie die Zahl der 30.000 Sprechenden überschritten, heute gibt es drei molisaner Gemeinden, in denen Kroatisch gesprochen wid (ca. 3000 Menschen), die Italianisierung verlief gewaltlos.
Die Albaner und Griechen waren immer fleckartig präsent und den Rückgang ihrer Zahl kann man mit den Migrationsbewegungen Land-Stadt, Italien-Ausland, Süd-Nord erklären.
In Kalabrien gibt es sogar eine okzitanische Minderheit in der tyrrhenische Küstenstadt Guardia Piemontese, sie ist gleichzeitig eine sprachliche und eine religiöse Minderheit (Valdenser); und in Apulien, in der Provinz Foggia, gibt es drei Gemeinden, in denen Französisch noch heute gesprochen wird, das sind Nachkommen ehemaliger französische Soldaten, die im 15. Jahrhundert dort hängengeblieben sind.
Die Katalanen in Alghero (Sardinien) gibt es nach wie vor und in Süditalien und Sizilien gibt es sogar einige Gemeinden, in denen Lombardisch gesprochen wird.